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Chateau d´Yquem - Das Chateau

Chateau d´Yquem ist eine wahre Legende unter den Bordeauxweinen. Auf der linken Girondeseite, etwas süd-westlich von Bordeaux, inmitten in der Appellation Sauternes (Graves) gelegen, thront das Chateau auf einem kleinen Hügel und überblickt die zu ihm gehörenden Reben. In beruhigend schöner Regelmäßigkeit ziehen bei sonnigem Herbstwetter die feuchten Nebelschwaden der nahe vorbeifließenden Gironde über die Felder, welcher Chateau d´Yquem auch das Wachstum ihres größten Schatzes verdankt, Botrytis Cinerea! Dieser, auf Deutsch auch uncharmant Blauschimmelfäule genannte Schimmelpilz, sorgt bei den meisten anderen Chateaus für große Nervosität. Nicht so bei den Winzern des Chateau d´Yquem, ist er doch der Grund dafür, dass die Weine ihren charakterlich unverwechselbaren Geschmack entwickeln und ein ums andere Mal Spitzenbewertungen erhalten. Die herausragende Qualität und Güte der Weine bestätigte auch die Einstufung als „Premier Cru Supérieur“ während der offiziellen Bordeaux Wein Klassifizierung von 1855. Als einziges Weingut im Sauternes wohl gemerkt, bis heute! Beleg für die beeindruckende Qualität und die herausragende Stellung der Weine des Chateaus sind die zahlreichen Superlativen bei internationalen Verkostungen und Versteigerungen. So wechselte zum Beispiel im Jahr 2006 eine Vertikale über 135 Jahre (enthalten war je eine Flasche der Jahrgänge von 1860 bis 2003) für die stolze Summe von 1,5 Millionen US-Dollar den Besitzer. Auch die teuerste je verkaufte Flasche der Welt ist ein Chateau d´Yquem. Eine Flasche des legendären, und von Robert Parker mit 100 Punkten bewerteten, Jahrgangs 1811 kaufte der private Sammler Christian Vanneque in 2011 für 117.000 US-Dollar.


Chateau d´Yquem - Die Geschichte

Chateau d´Yquem, oder vielmehr der Grundbesitz auf dem es heute steht, wurde im Jahre 1477 von Ramon Felipe Eyquem erworben. Die Verbindung zum Wein war durch den Beruf des Herren Eyquem somit hergestellt, da er mit Fisch, Wein und Färbepflanzen handelt trieb. Es sollte jedoch noch noch mehrere Jahrhunderte dauern, bis 1711 unter dem Besitz von Léon de Sauvage das Chateau nachweislich als Weingut betrieben wurde. Sein letztendlicher Aufstieg zu einem weltbekannten Weingut erfolgte jedoch erst durch die Familie Lur-Saluce, die es 1785 durch Heirat erwarb und der es bis heute zum Teil gehört. Unter Ihrer Ägide änderte sich Anbau, Ernte und Produktion und Thomas Jefferson, seinerzeit Botschafter der USA , lobte die Weine als die besten in Frankreich. Nach einem bitteren Familienstreit erwarb der Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton 55% (später 64%) des Chateau´s und bestimmt seither die Geschäfte. Hauptverantwortlicher Geschäftsführer ist, nach dem Rückzug Comte Alexandre de Lur-Saluces im Jahr 2004, Pierre Lurton, ebenfalls Geschäftsführer von Chateau Cheval Blanc.


Chateau d´Yquem - Der Wein

Chateau d´Yquem baut seine Weinreben auf insgesamt 126 Hektar an, wobei aber lediglich 100 Hektar für die Produktion genutzt werden. Jedes Jahr werden zwei bis drei Hektar gerodet und für ein Jahr brach liegen gelassen. Erst nach fünf bis sieben Jahren gelten die jungen Reben dann als verwendbar für die Ernte. Gelesen wird meistens sechs mal. Immer nur die Trauben, welche bereits vollständig von der Edelfäule befallen sind und genug Flüssigkeit verloren bzw. Süße aufgebaut haben. Angebaut werden vorwiegend Sémillon (80%) und Sauvignon Blanc (20%), wobei in der Flaschenabfüllung das Verhältnis in etwa gleich ist. Neben ihrer goldgelben Farbe werden die Weine des Chateau d´Yquem charakterisiert durch die Komplexität, Konzentration und die Süße, welche durch eine relativ starke Säure hervorragend ausbalanciert wird. Eine weitere charakteristische Eigenschaft der Weine von Chateau d´Yquem ist ihre Alterungspotential. Bei richtiger Lagerung überdauert eine Flasche Jahrhunderte! Die Produktionsmenge liegt in der Regel bei neun Hektolitern, was der Menge von etwa 65.000 Flaschen pro Jahrgang entspricht. In schlechten Jahren wird die gesamte Ernte anonym vermarktet und kein Chateau d´Yquem auf den Markt gebracht.

Herausragende Jahrgänge: 1825, 1847, 1865, 1870, 1893, 1904, 1921, 1937, 1947, 1959, 1967, 1983, 1986, 1988, 1990, 1995, 1997, 2001, 2003.

Jahrgänge ohne offizielle Produktion: 1910, 1915, 1930, 1951, 1952, 1964, 1972, 1974, 1992, 2012.

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